Alle Artikel von Karin

„Spiel der Supermächte: Ist der Fußball noch zu retten?“ Club 2×11

Wenige Tage vor Beginn der Herren-Fußball-EM 2020 widmete sich der Club 2 x 11 dem Thema „Spiel der Supermächte: Ist der Fußball noch zu retten?“ Die gemeinsam von den Büchereien Wien, dem ballesterer, Fairplay und tipp3 veranstaltete Fußballdiskussion wurde von WiFiS-Generalsekretärin Mareike Boysen moderiert. Vor dem Hintergrund der angekündigten und dann wieder zurückgezogenen Super League ging es darum, ob ausschließlich Geld den europäischen Fußball regiert, ob zwischen offenem Größenwahn und offenkundiger Heuchelei Platz für die Ideale des Sports bleibt und von wem sich Fußballverbände abhängig machen sollten. Diskussionsteilnehmer_innen waren der ehemalige Generalsekretär der European League, Georg Pangl und der Vorsitzende der Vereinigung der Fußballer, Gernot Zirngast vor Ort sowie zugeschaltet aus London, die Geschäftsführerin von SD Europe, Antonia Hagemann; zugeschaltet aus Hessen, der Chefredakteur des kicker, Jörg Jakob.


Sport als Arbeitsplatz: Wo ist die Gleichberechtigung? – Diskussion

Im Rahmen der von fairplay organisierten Konferenz „Ein Hindernislauf – Inklusion und Teilhabe migrantischer Frauen & Mädchen im Sport“ moderiert WiFiS-Generalsekretärin Mareike Boysen am 31. Mai 2021 eine Diskussion, die sich den Arbeitsbedingungen für im Sport tätige Frauen widmet.

Sind im Vergleich zu den männlichen Kollegen ungleiche Trainingsbedingungen, unterschiedlich hohe Gehälter und Prämien mit dem Gleichbehandlungsgesetz vereinbar?

Haben Sportlerinnen, gesetzlich betrachtet, Arbeitgeber und wenn ja, wozu sind diese verpflichtet?

Können Leistungssportlerinnen es sich leisten, für ihre Rechte einzustehen?

Wieso sind im Land der Sozialpartnerschaft die Spieler der Männer-Fußball-Bundesliga die einzigen Sportler*innen, die einen Kollektivvertrag vorweisen können?

Und wer überprüft die Kriterien, nach denen Förderungen vergeben werden?

Das diskutieren die ehemalige neuseeländische Fußballnationalspielerin und heutige FIFPro-Gewerkschafterin Sarah Gregorius, die Tischtennis-Europameisterin von 2005 und Tokio-Olympionikin Liu Jia sowie Soziologin und Arbeiterkammer-Referentin Asiye Sel.


Wann? Montag, 31. Mai 2021, 17:15-18:30 Uhr

Wo? 

oder


WiFiS-Talk: Wie viel Haltung verträgt der Spitzensport, Frau Iraschko-Stolz?

WiFiS-Talk mit Daniela Iraschko-Stolz

Anlässlich ihrer Ernennung zum ersten Ehrenmitglied des Vereins Wir Frauen im Sport sprach Daniela Iraschko-Stolz mit WiFiS-Generalsekretärin Mareike Boysen über Erfolge und Individualität im Leistungssport.

Statt des ständigen Vergleichs mit dem männlichen Geschlecht fordert sie dabei eine Konzentration auf die Frauen im Sport. Für Skispringerinnen werde sie sich auch nach ihrer aktiven Karriere einsetzen, sagt sie im Talk, wenn auch nicht als Funktionärin des ÖSV: „Ich bin gerne in der Opposition.“

Die im Video verlesenen Statements, mit denen berufliche Wegbegleiter_innen und Persönlichkeiten des Sports ihre Wertschätzung für die Pionierin und Doyenne unter den ÖSV-Springerinnen zeigen:

Wie viel Haltung verträgt der Spitzensport, Frau Iraschko-Stolz? – Live-Talk

Daniela Iraschko Stolz im Flug
Daniela Iraschko-Stolz

Wenn die Vierschanzentournee in einer der kommenden Saisonen erstmals auch als Frauenbewerb ausgetragen wird, lässt sich diese überfällige Korrektur kaum vom Namen Daniela Iraschko-Stolz trennen. Die Skispringerin steht nicht nur seit 21 Jahren an der Weltspitze ihres Sports, sie setzt sich außerdem konstant dafür ein, dass Skispringerinnen von ihren Verbänden die Anerkennung erhalten, die ihren männlichen Kollegen längst zuteil wird. Dass das Skispringen der Frauen 2011 seinen ersten Weltcup-Bewerb erhielt und 2014 olympisch wurde, ist auch Verdienst von Iraschko-Stolz, die es nicht selten mit mächtigem Widerstand zu tun bekommt.

Anlässlich ihrer Ernennung zum ersten Ehrenmitglied des Vereins Wir Frauen im Sport spricht sie mit Generalsekretärin Mareike Boysen über Geduld, Erfolge und Individualität im Leistungssport. In verlesenen Statements kommen berufliche Wegbegleiter_innen und Persönlichkeiten des österreichischen und internationalen Sports zu Wort.

Wann? Montag, 19. April 2021, 19:00 Uhr (Länge: ca. 90 Minuten)

Wo?

Wir freuen uns über eure Teilnahme!

«Wir werden diese Entscheidung so nicht hinnehmen»

Wasserballerinnen des ASV Wien

Beim Handball im Wasser gewinnt das Team mit der höchsten Toranzahl. Die Füße dürfen nicht den Beckenboden berühren, randaliert wird unsichtbar unter Wasser, ansonsten droht ein Ausschluss. Für Männer und Frauen gelten dieselben Spielregeln, nur nicht bei den Förderungen.

TEXT: TANIA NAPRAVNIK
FOTOS: NINA STRASSER

Die Wasserballerinnen des ASV Wien begehren gegen den Österreichischen Schwimmverband auf

Mittlerweile haben viele traditionsreiche Sportvereine Wasserball in Österreich aufgegeben. Vor zwei Jahren drohte dem ASV Wien-Damenwasserball dasselbe Schicksal. Die letzten paar Spielerinnen hatten die schlechten Trainingsbedingungen endgültig satt. Doch 2018 wollten sie es noch einmal wissen: Sie mobilisierten ihre letzten Reserven, teilten ihre Aufgaben untereinander neu auf und gewannen den hochqualifizierten Marcus Ebertowski als Trainer. Seither beflügelt das leidenschaftliche Team die österreichische Wasserballszene mit ihrem Elan. Die Teammanagerin Klara Jiranek gibt Einblicke: «Wir sind eine multikulturelle Gruppe, ein Mix aus verschiedenen Jahrgängen, Körpergrößen und Gewichtsklassen. Wasserball lässt Diversität zu und ist deswegen der tollste Sport der Welt.» Seit den Erneuerungen wuchs die Anzahl der Spielerinnen von vier auf dreißig, die Trainingszeiten im Becken verdoppelten sich, und 2021 wird erstmalig eine Mädchen-Nachwuchsmeisterschaft in Österreich ausgeschrieben. Die Teenagerin Dina Roškić deklariert motiviert: «Wasserball ist für mich eine Leidenschaft. Kondition wird aufgebaut und trainiert. Auch kann ich alles rauslassen, was sich während der Woche aufstaut. Ich find’s super und wünsche mir, mehr zu spielen.»

Ohne Engagement geht’s nicht

Die ersten Erfolge des Damenteams offenbaren die strukturellen Probleme der Randsportart. Es gibt wenig Ressourcen, um die sich viele Parteien beim Österreichischen Schwimmverband (OSV) streiten. Mit wie viel Geld die Wasserballerinnen gefördert werden, ist unklar. Nur so viel ist sicher: Sie verlangen ihren Teil des Kuchens. «Wir sind dabei, einen weiblichen Nachwuchs aufzubauen», erklärt die ASV-Kapitänin Janin Stejskal und ergänzt: «Meine eigene Karriere war ein Zufall und basierte auf keinen nachhaltigen Strukturen.» Sie selbst ist das Aushängeschild des österreichischen Wasserballs, als bis dato einzige Frau, die in vier ersten Bundesligen in Europa spielte. Lachend blickt Stejskal auf ihre eigene Karriere zurück: «Dass eine Österreicherin mal nach Budapest zu einem Match fährt, um dort auszuhelfen, hat schon für Erstaunen gesorgt.»

Stillleben im Hallenbad

Ungarn gehört nämlich zu den führenden Wasserballnationen: Die Herren haben seit 1900 neunmal Gold bei Olympia geholt. Damenteams wurden erst genau einhundert Jahre später zu den Olympischen Spielen zugelassen, die Amerikanerinnen liegen mit zwei Goldmedaillen ganz vorne. Laut Stejskal ist «das Nationalteam die Spitze der Pyramide in der sportlichen Leistung und ein Ziel, auf das man hintrainiert ». Umso erstaunlicher erscheint es, dass der OSV jüngst keine diesbezüglichen Frauenförderungen beantragte. Die Damen werden als Entwicklungsteam deklassiert. Die zielsichere Kapitänin lässt diese Absage kalt und sagt entschlossen: «Wir werden diese Entscheidung so nicht hinnehmen und nach Möglichkeiten suchen, um unser Vorhaben umzusetzen.»

Prekäre Trainingssituation

«In Österreich werden Schwimmbäder für die Öffentlichkeit gebaut, und dann können Vereine dort fragen, ob sie mal trainieren dürfen. Für Wasserball bleibt nicht viel übrig», führt Marcus Ebertowski in die Thematik ein. Er ist ehemaliger Leistungswasserballer aus Potsdam, kam über das Schwimmen zum Wasserball, und hat die höchste Trainerlizenz in Deutschland absolviert. Eine Wasserballtrainer_innenausbildung ist in Österreich derzeit nicht möglich. Während seines Studiums verlegte Ebertowski seinen Lebensschwerpunkt nach Wien und nahm ab den 2000er-Jahren beim Wiener Sport-Club seine Wasserballaktivitäten wieder auf. Er erläutert die schwierigen Trainingsbedingungen in Wien: «Anders als in den Bundesländern haben in der Hauptstadt alle Bäder wegen Corona geschlossen. Nur die Bundesschwimmhallen Südstadt und Schmelz sind für Spitzenwassersportler_innen geöffnet, die untereinander um die Bahnen konkurrieren.» Zum Ärgernis der Damen kam hinzu, dass sich der OSV während des zweiten Lockdowns zunächst nur um die Trainingsberechtigung für die Herren kümmerte.

Im Wasser gelten für Frauen und Männer dieselben Spielregeln, jedoch gibt es bei den Förderungen gravierende Unterschiede

Erst nach Protesten der Frauen erhielten sie auch die benötigte Sondererlaubnis und konnten damit glücklich auf den anstehenden Österreichischen Cup im Dezember hin trainieren. Dort zeigte sich, dass den Damen das kontinuierliche Training zum Sieg fehlte, sie verloren die zwei Matches jeweils um ein Tor. Die ehrgeizige Roškić fasst zusammen: «Wir waren weder ausreichend fit noch eingespielt. Außerdem dachten wir, wir gewinnen locker, und wurden dann sehr überrascht.» Die Kapitänin ist dennoch mit der Leistungbeim Cup zufrieden: «Ich sehe das große Ganze. Wir werden noch etwas brauchen, bis wir die Früchte unserer Arbeit ernten. Jetzt setzen wird erst mal die Samen ein und kümmern uns um den Nachwuchs.» Speziell die Jugendlichen brauchen momentan das Training, nicht nur für die Kondition, sondern auch, um den Teamzusammenhalt zu stärken und ein Stück weit «Normalität» zu erfahren. Die Spielerin und Sportlehrerin Simonetta Prindl erklärt: «In Zeiten von Social Distancing kommen die Schüler_innen überhaupt nicht raus von zu Hause. Sie haben hier mit uns soziale Kontakte, die ihnen ansonsten stark fehlen. Das Training ist derzeit eigentlich noch wichtiger als ansonsten.» Die junge Spielerin Vanja Ribić fügt ergänzend hinzu: «Wenn wir kein Training haben, sinkt die Motivation. Wir brauchen aber insgesamt eine stärkere Stimme, denn auch schon vor dem Lockdown konnten die Männer viel trainieren, aber wir nicht.»

Professionalisierung des Sports

Insgesamt existieren zwölf Wasserballvereine in Österreich. 2020 gab es vier Damen- als auch Herrenteams in der österreichischen Bundesliga (BL), bei den Herren siegte der ASV und bei den Frauen der Wasserball Club Tirol (WBCT). Auffallend ist, dass die zwei Torschützenköniginnen der BL aus Ungarn stammen und nah aneinander sind, während die zwei drittplatzierten Österreicherinnen (darunter auch Prindl vom ASV) mit großem Abstand dahinter liegen. «Wenn der sportliche Wettbewerb insgesamt schwach ist, können starke Legionärinnen spielentscheidend sein», erklärt Ebertowski. Doch nicht nur in Teams besteht Konkurrenz, sondern auch die Wassersportsparten konkurrieren untereinander: Schwimmen, Synchronschwimmen, Turmspringen versus Wasserball bzw. Gruppen- versus Einzelförderungen. Um die Diskrepanzen zwischen den Disziplinen beim OSV auszugleichen, wurde 2018 die Österreichische Wasserballliga (OWL) gegründet. Bernard Stejskal, der Präsident der OWL und aktiver österreichischer Wasserballer seit fast 50 Jahren, erklärt: «Das Problem ist, dass beim OSV ganz unterschiedliche Sportarten organisiert sind. Wasserball ist ein Team- und Wurfsport mit seinen eigenen Gesetzen. Das ist so, wie wenn man Fußball bei der Leichtathletik ansiedelt, nur weil in beiden Fällen gelaufen wird.»

Ausblick

Aus Sicht des Präsidenten hat die OWL zur Professionalisierung des
Wasserballsports beigetragen: «Vereine zeigen selbst mehr Initiativen zur
Sportförderung, die Medienpräsenz und das Sponsoring wurden erhöht. Zudem
konnten wir Frauen für die Gremienarbeit gewinnen. Das ist wichtig, um blinde Flecken in den Förderstrukturen aufzudecken.» Er kommentiert, dass die jüngsten Entwicklungen und das Engagement des ASV-Damenteams sehr positiv seien und er sich gut vorstellen könne, dass die Mädchen ähnlich wie die männlichen Gleichaltrigen unterstützt werden: «Beim ASV haben wir eine Hand voll Burschen, die in eine Sportschule gehen und bis zu acht Mal die Woche trainieren. Viel bessere Möglichkeiten gibt es in Ungarn oder Kroatien auch nicht.» Bis wann diese Strukturen für Mädchen etabliert werden, bleibt offen. Die ASV-Spielerinnen sind trotz der angespannten Situation optimistisch, unbeirrbar engagieren sie sich fortwährend für gleichberechtigte und nachhaltige Rahmenbedingungen beim Wasserballsport. «Jetzt ist der schwierigste Zeitpunkt für unsere Zukunft. Aber wenn wir alle daran arbeiten, können unsere Wünsche in Erfüllung gehen», beendet Klara Jiranek das Interview und hüpft vergnügt in den Pool. Aus Sicht der Spielerinnen bleibt zu hoffen, dass der OSV seinen Beitrag zur Professionalisierung des Sports und Gleichbehandlung der Sportler_innen leisten wird, bis zum Redaktionsschluss war der OSV für keine Stellungnahme über die Fördervergaben beim Wasserball bereit. Ein vereinbarter Interviewtermin wurde nicht wahrgenommen, daher können auf diesen Seiten auch keine konkreten Zahlen genannt werden. Diese bleiben für Außenstehende ein Mysterium. Auf die kurzfristige Anfrage um eine Stellungnahme bei der Bundes-Sport GmbH, kam folgende Rückmeldung: «Wasserball ist eine Sparte des Österreichischen Schwimmverbandes. Es obliegt daher dem Österreichischen Schwimmverband, ihre Förderstrategie sowie ihre Fördervorhaben festzulegen.»

Wer Lust auf Damenwasserball bekommen hat, wendet sich am besten per Mail an die Teammanagerin: klara_jiranek@yahoo.de
www.asv-wien.at/wasserball.html

Dieser Text erschien zuerst in: Augustin 520, 12. 1. 2021


Presseartikel zum WiFiS-Talk „Machtmissbrauch im Sport“

Lebenslange Sperre für Boxer: „Hält unter keinen Umständen“

Kurier, 4. Februar 2021

Anwalt Nikolaus Rosenauer zweifelt die Richtigkeit der Maßnahmen des Boxverbands an. Ihm fehlt „jegliche Verhältnismäßigkeit.“


Sportanwalt: Lebenslange Boxer-Sperre hält „unter keinen Umständen“

Der Standard, 3. Februar 2021

Sperren fehlt laut Nikolaus Rosenauer „jegliche Verhältnismäßigkeit“. Er zweifelt auch die formelle Richtigkeit der Maßnahmen an.


WiFiS-Talk: Machtmissbrauch im Sport

Boxerin Deshire Kurtaj wurde nach öffentlicher Kritik am Nationaltrainer vom Verband lebenslang gesperrt. Ist ihr Ziel, die Olympischen Spiele, noch in Reichweite? Eine Diskussion des Vereins Wir Frauen im Sport über Machtstrukturen und Konfliktkultur in Österreichs (Box)Sport.

Podium: Deshire Kurtaj (Boxerin), Chris Karl (Sportwissenschafterin und Forensische Psychologin), Nikolaus Rosenauer (Rechtsanwalt), Wolfgang Mazal (Univ.-Prof. Für Arbeits- und Sozialrecht), Moderation: Mareike Boysen (WiFiS-Generalsekretärin)

Daniel Nader hat die Einladung zur Teilnahme an der Diskussion abgelehnt.

Im Video in Auszügen verlesene Texte sowie weitere Aussendungen und Stellungnahmen zum Download:


Der Fall Kurtaj – eine Online-Diskussion

Boxerin Deshire Kurtaj

Nach einem schwierigen Jahr starten wir ambitioniert ins neue: Wir wollen Boxerin Deshire Kurtaj im Kampf gegen Machtmissbrauch im Sport unterstützen und laden euch herzlich zu einer Online-Diskussion ein.

Der Fall Kurtaj

Weil sie als Mitglieder des A-Kaders öffentlich das Verhalten von Nationaltrainer Daniel Nader kritisiert haben, wurden die Boxer_innen Deshire Kurtaj, Umar Dzambekov und Marcel Rumpler am 26. Jänner 2021 durch den Österreichischen Boxverband lebenslang gesperrt. Das Vorgehen der Funktionär_innen erinnert an den Streit zwischen dem Österreichischen Gewichtheberverband und Matthias Steiner, der dazu führte, dass dieser nach einem Nationenwechsel 2008 für Deutschland Olympiasieger wurde.

Steht in Österreich die Autonomie der Sportverbände über den Rechten einzelner Sportler_innen? Wie lassen sich Machtmissbrauch, Mobbing und Sexismus in Vereinsstrukturen erkennen und bekämpfen? Welche Rolle spielt dabei eine verbreitete Konfliktkultur, die nur Zustimmung oder Schweigen kennt? Und ist Deshire Kurtajs langjähriges Ziel, als erste österreichische Boxerin bei Olympischen Spielen anzutreten, noch in Reichweite?

Machtmissbrauch im Sport: Der Fall Kurtaj – eine Online-Diskussion

Wann? Dienstag, 2. Februar 2021, 19 Uhr

Wo?

Es diskutieren:

Deshire Kurtaj, Boxerin

Chris Karl, Sportwissenschafterin, forensische Psychologin und Mitglied des Vereins 100 % Sport

Wolfgang Mazal, stv. Leiter des Instituts für Arbeits- und Sozialrecht der Universität Wien

Nikolaus Rosenauer, Rechtsanwalt mit den Schwerpunkten Sportrecht und Zivilrecht

Moderation: Mareike Boysen, WiFiS-Generalsekretärin

Wir freuen uns über eure Teilnahme!


„Im Ausnahmezustand – Was kann Fußball ohne Fans?“ Club 2 x 11

In seiner ersten Online-Ausgabe widmete sich der traditionsreiche Club 2 x 11 am 16. Dezember 2020 unter dem Titel „Im Ausnahmezustand – Was kann Fußball ohne Fans?“ den Auswirkungen der Corona-Pandemie auf den Profi-, Amateur- und den Nachwuchsbereich. Die gemeinsam von den Büchereien Wien, dem ballesterer, Fairplay und tipp3 veranstaltete Fußballdiskussion wurde diesmal von WiFiS-Generalsekretärin Mareike Boysen moderiert. Senta Wintner, Redakteurin im Sportressort der „Presse“ und WiFiS-Kassierin, äußerte sich als Diskutantin u. a. zur Ungleichbehandlung von Fußball spielenden Frauen vs. Männern durch die Politik. Die weiteren Teilnehmer*innen an der Diskussion waren Bundesliga-Vorstand Christian Ebenbauer, Sportstadtrat Peter Hacker, Sportminister und Vizekanzler Werner Kogler, SK-Rapid-Fanbetreuer Helmut Mitter und SC-Wiener-Viktoria-Managerin Sandra Wilhelm.